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Ein Mittwoch Abend in Amazonien

Jedesmal wenn Edward Lennard in Amazonien ankommt ist das ein ganz besonderes Gefühl für ihn, er muss sich dann nochmal umdrehen auf das Schiff blicken und diese ganze Atmosphäre einfach wirken lassen. Am Mittwoch Abend reiste er zu der Zweigstelle von Elas Cafe Landei in Amazonien. Dort traf er auf die Hofdame Kerstin Randt, die kleine Maryan Schumann sowie Peter Serrano. Kurze Zeit später gesellte sich auch die Schamanin Susi Soderstrom zu der gemütlichen Runde.
Hinweis : Der gesamte Artikel zum Anhören, vorgelesen von Brian:  >>> Hier <<<

Kaum hatte sich Edward dazugesetzt, bot Kerstin ihm frisch gebackene Kringel an. Edward zögerte jedoch und lehnte dankend ab, woraufhin Kerstin und Maryan scherzten, ob der Prinz etwa auf Diät sei oder Angst vor dem Schimpfen der Herzogin habe, wenn er dick würde. Maryan nahm sich daraufhin vergnügt einen weiteren Kringel.
Die Stimmung war gelöst und Susi erkundigte sich scherzhaft, warum Kerstin sie neulich nach Abführ- und Schlafmitteln gefragt habe. Kerstin erklärte schmunzelnd, dass das nur für den Fall gedacht sei, wenn die Kinder zu viel Kuchen äßen und nachts nicht schlafen wollten. Edward betonte lächelnd, dass er niemals etwas Böses sage, sondern allerhöchstens etwas Ironisches. Das führte prompt zu einer humorvollen Debatte über die Bedeutung des Wortes Ironie. 
 

Susi und Peter überlegten lautstark, ob Ironie vielleicht von englischem Eisen abstamme und ob es sich dabei um eine Waffe oder ein Küchengerät handle. Edward versuchte geduldig zu erklären, was Ironie bedeutet und dachte laut über den Wortstamm nach, was die Runde köstlich amüsierte, auch wenn Susi augenzwinkernd gestand, eigentlich kein Wort verstanden zu haben.
Zwischendurch gab es auch heitere kleine Pausen im Gesprächsfluss. Wenn die Technik beim Darstellen von Kleidung oder Gesichtern mal streikte, witzelte Peter kurz darüber, dass seine eigenen Schnappschüsse ohnehin immer über- oder unterbelichtet seien.

Das Gespräch lenkte schließlich auf die kleine Elefantenkuh Lille. Peter merkte an, dass Lille am liebsten Brot und Tannenbäume fresse. Susi schlug vor, einen Jahrestag für Lille zu veranstalten, da man ihr genaues Geburtsdatum nicht kenne. Peter fragte trocken, ob es denn nicht reiche, wenn Blue für sie singe. Susi erinnerte daran, dass Lille beim Gesang von Blue immer die Ohren einrolle, woraufhin Maryan energisch einwarf, Blue solle bloß nicht in der Nähe ihrer Kühe singen, sonst werde die Milch im Euter noch sauer.

Das Thema Milch und Käse entwickelte sich schnell zum Hauptgespräch. Maryan betonte stolz, dass aus der Milch ihrer Kühe ordentlicher Käse werden solle und keine saure Sahne. Kerstin und Susi sprachen Maryan Mut zu und schwärmten schon von der ersten Käseverkostung. Edward erkundigte sich nach dem Reifeprozess und den Regalen in der kühlen Höhle, in der der Käse gelagert werden soll. Er machte sich Eifrig Notizen in seinem Skizzenbuch und kündigte an, bei der ersten Verkostung unbedingt dabei sein zu wollen, um alles genau zu dokumentieren.

Auch über bevorstehende Handelsreisen nach Storybrook wurde geplaudert. Peter stellte klar, dass sein mühsam geschlepptes Holz garantiert nicht mitgenommen werde. Susi schlug scherzhaft vor, man könne doch getrocknete Kuhfladen als Brennmaterial mitnehmen, um zu sehen, wie diese dort ankamen. Edward geriet bei dieser Vorstellung kurz ins Ins-Stottern und Räuspern, ehe alle herzlich über die praktische Verwertung aller tierischen Hinterlassenschaften lachten. Peter steuerte passend dazu den Spruch bei: Eine Kuh macht Muh, viele Kühe machen Mühe.

Schließlich kamen die Gefährten auf die Nachzucht der Kühe zu sprechen. Da die Kühe nicht ewig Milch geben ohne Nachwuchs, erinnerte man sich an die bisherige Suche nach einem Bullen. Als Maryan erwähnte, dass Blue doch Bullen gekauft hatte, klärte Peter auf, dass das Ochsen gewesen seien – und die könnten nun mal nicht mehr. Susi witzelte, ob die Kühe wohl heimlichen Herrenbesuch hätten, woraufhin Kerstin lachend fragte, ob die Kühe vielleicht bei Lola gewesen seien.

Maryan kicherte und fragte sich, ob Primus wohl dafür bezahlen würde, wenn man einen Stier aus Storybrook ausliehe. Edward notierte amüsiert die Verhandlungen zur Finanzierung eines Stieres. Susi meinte, wenn man Primus ein paar Kälber verspreche, würde er das Geld sicher lockerstellen, woraufhin Kerstin lachend einwarf, was Primus mit so vielen Kälbern wolle – man könne ihn bald durch Carima rollen, wenn er die alle aufäße.

Nach diesem vergnüglichen Gedankenaustausch klappte Edward sein Notizbuch zu, erhob sich und bedankte sich herzlich für Speis und Trank. Auch Peter verabschiedete sich. Mit den besten Wünschen der Schamanin und der Hofdame für eine gute Überfahrt traten die Gäste den Heimweg an.

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